Transfer- und Innovationsmanagement (TIM)

Albert-Einstein-Str. 1
49076 Osnabrück

E-Mail


Impressum

Datenschutz

Mittwoch, 03. April 2019

DFKI-Labor Niedersachsen startet in Osnabrück und Oldenburg

Niedersachsen verstärkt seine Forschungsaktivitäten auf den Feldern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Im Mittelpunkt stehen dabei Ausbau und Weiterentwicklung der bisherigen Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück zum DFKI-Labor Niedersachsen mit den Niederlassungen Osnabrück und Oldenburg. Ein entsprechender Vertrag wurde am 2. April von der DFKI-Geschäftsführerin und Vorsitzenden Prof. Dr. Jana Koehler sowie den beiden Universitätspräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Lücke und Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper im Beisein des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Björn Thümler auf der Hannover Messe unterschrieben.

KI Campus Osnabrück

„Künstliche Intelligenz wird unser aller Leben nachhaltig verändern. Diesen Wandel positiv zu gestalten und zugleich neue bahnbrechende Entwicklungen in enger Kooperation mit der starken regionalen Wirtschaft von der Theorie in die praktische Anwendung zu überführen, ist maßgebliche Aufgabe des KI-Campus der Universität Osnabrück“, betonte Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. „Wir freuen uns, dass es jetzt am Standort Osnabrück die Chance gibt, den Bereich Künstliche Intelligenz gemeinsam mit dem DFKI in zunächst zwei Arbeitsgruppen weiterzuentwickeln."

Die Gruppe „Planbasierte Robotersteuerung“ arbeitet unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Hertzberg seit 2011 als DFKI-Außenstelle Osnabrück. Forschungsfrage ist, wie Roboter in natürlichen Umgebungen über lange Zeit zielgeleitet handeln und Handlung flexibel an die Umgebung anpassen. Das erfordert die Fähigkeit, Sensordaten aus dem Roboterumfeld online auf relevante Objekte und Geschehnisse hin auszuwerten. Anwendungsschwerpunkt der Gruppe ist die Landwirtschaft; zielgeleitete, umgebungsabhängig ausgeführte Aktionen sind aber auch in der flexiblen Fertigung erforderlich, etwa in der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern.

Der Arbeitsschwerpunkt der Gruppe „Smart Enterprise Engineering” ist die Digitalisierung im Mittelstand. Innovationspotenziale, wie Industrie 4.0 und Smart Services, werden systematisch erschlossen, in wirtschaftlich relevanten Modellen wie der hybriden Wertschöpfung abgebildet und in digitale Aus- und Weiterbildungsszenarien für Unternehmen transformiert. Die Gruppe greift hierfür auf Methoden der Künstlichen Intelligenz und neue Technologien wie Augmented oder Virtual Reality zurück. Das Team um Prof. Dr. Oliver Thomas vom Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück betont damit die Rolle der KI zur Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle.


Zurück